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Samstag, 5. Januar 2013

Denkanstoß für so manche Pflegekraft.

Auf dieses Netzfundstück wurde ich durch +Tanja Garske  aufmerksam. Vielen dank nochmal dafür.
Es handelt sich ierbei um ein Schriftstück aus dem Nachlass einer alten Dame.
Wäre schön wenn so manch Berufsblinder mal darüber nachdenken würde.



Was sehen sie, Schwester, wenn sie mich anschauen, und was denken sie? „Eine knöchrige Alte“ mit abwesendem Blick, nicht mehr ganz zurechnungsfähig, die sich nicht zu benehmen weiß und kleckert und nicht antwortet, wenn sie mit ihrer lauten Stimme sagen, sie solle sich doch wenigstens ein bisschen Mühe geben, die nicht zu beachten scheint, was sie machen, die mal hier einen Strumpf verliert und da einen Schuh und die trotz aller Ermahnungen nicht mithilft, wenn sie gebadet oder gefüttert wird.


Wenn sie das, Schwester, sehen und denken, dann liegen sie falsch. Das bin ich nicht, die da so still sitzt, und die auf ihr Geheiß aufsteht und isst.
Machen sie die Augen auf, ich sage ihnen, wer ich bin:


Ich bin ein Kind von 10 mit einem Vater und einer Mutter und Brüdern und Schwestern, die einander lieben.
Ein junges Mädchen von 16 mit Flügeln an den Füssen, die davon träumt, bald ihre wahre Liebe zu treffen.
Eine Braut von 20 mein Herz springt vor Freude, wenn ich an die Gelübde denke, die ich zu halten versprach.
Mit 25 habe ich dann eigene Kinder, für die ich ein sicheres, glückliches Heim baue.
Eine Frau von 30, meine Kinder wachsen schnell, miteinander durch treue Bande verbunden.
Mit 40, meine Söhne sind weg, aber an meiner Seite steht mein Mann und unterstützt mich.
Mit 50 habe ich wieder spielende Kinder um mich. Wir haben Enkel, mein Liebster und ich.


Dann kommen dunkle Tage, mein Mann stirbt, ich schaue mit Angst in die Zukunft, denn meine Kinder sind dabei, ihr eigenes Heim zu bauen. Ich denke an die Jahre und die Liebe, die ich erfahren habe.


Ich bin jetzt eine alte Frau, die Natur ist sehr grausam. Sie hat sich ausgedacht, Alte wie N A R R E N erscheinen zu lassen.
Der Körper zerfällt, Anmut und Stärke schwinden, wo einst ein Herz war, ist jetzt ein Stein.
Aber in diesem alten Gerüst wohnt ein noch junges Mädchen, und hin und wieder schwillt mein geschundenes Herz.


Ich denke an die Freude zurück und den Schmerz, und ich liebe und lebe das Leben noch mal, und erinnere die Jahre, viel zu wenig und viel zu schnell vergangen und nehme die bittere Tatsache an, dass nichts bleibt.


So machen sie die Augen auf, SCHWESTER und sehen sie nicht eine alte kratzbürstige Frau, sehen sie mich!!!

Denkanstoß für so manche Pflegekraft.

Auf dieses Netzfundstück wurde ich durch +Tanja Garske  aufmerksam. Vielen dank nochmal dafür.
Es handelt sich ierbei um ein Schriftstück aus dem Nachlass einer alten Dame.
Wäre schön wenn so manch Berufsblinder mal darüber nachdenken würde.



Was sehen sie, Schwester, wenn sie mich anschauen, und was denken sie? „Eine knöchrige Alte“ mit abwesendem Blick, nicht mehr ganz zurechnungsfähig, die sich nicht zu benehmen weiß und kleckert und nicht antwortet, wenn sie mit ihrer lauten Stimme sagen, sie solle sich doch wenigstens ein bisschen Mühe geben, die nicht zu beachten scheint, was sie machen, die mal hier einen Strumpf verliert und da einen Schuh und die trotz aller Ermahnungen nicht mithilft, wenn sie gebadet oder gefüttert wird.


Wenn sie das, Schwester, sehen und denken, dann liegen sie falsch. Das bin ich nicht, die da so still sitzt, und die auf ihr Geheiß aufsteht und isst.
Machen sie die Augen auf, ich sage ihnen, wer ich bin:


Ich bin ein Kind von 10 mit einem Vater und einer Mutter und Brüdern und Schwestern, die einander lieben.
Ein junges Mädchen von 16 mit Flügeln an den Füssen, die davon träumt, bald ihre wahre Liebe zu treffen.
Eine Braut von 20 mein Herz springt vor Freude, wenn ich an die Gelübde denke, die ich zu halten versprach.
Mit 25 habe ich dann eigene Kinder, für die ich ein sicheres, glückliches Heim baue.
Eine Frau von 30, meine Kinder wachsen schnell, miteinander durch treue Bande verbunden.
Mit 40, meine Söhne sind weg, aber an meiner Seite steht mein Mann und unterstützt mich.
Mit 50 habe ich wieder spielende Kinder um mich. Wir haben Enkel, mein Liebster und ich.


Dann kommen dunkle Tage, mein Mann stirbt, ich schaue mit Angst in die Zukunft, denn meine Kinder sind dabei, ihr eigenes Heim zu bauen. Ich denke an die Jahre und die Liebe, die ich erfahren habe.


Ich bin jetzt eine alte Frau, die Natur ist sehr grausam. Sie hat sich ausgedacht, Alte wie N A R R E N erscheinen zu lassen.
Der Körper zerfällt, Anmut und Stärke schwinden, wo einst ein Herz war, ist jetzt ein Stein.
Aber in diesem alten Gerüst wohnt ein noch junges Mädchen, und hin und wieder schwillt mein geschundenes Herz.


Ich denke an die Freude zurück und den Schmerz, und ich liebe und lebe das Leben noch mal, und erinnere die Jahre, viel zu wenig und viel zu schnell vergangen und nehme die bittere Tatsache an, dass nichts bleibt.


So machen sie die Augen auf, SCHWESTER und sehen sie nicht eine alte kratzbürstige Frau, sehen sie mich!!!

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Gewissensfrage.

Da ich  derzeit mit vielen Patienten aus dem Arabischen Raum zu tun habe, bei denen es sich auch oftmals um Ranghohe Militärs handelt, bin ich auf eine Gewissensfrage gestoßen.

Wie soll ich jemanden behandeln, wenn ich weiß er hat schlimme Schuld auf sich geladen?

Es geht mir nicht darum zu behaupten das diese Leute Mörder und Kriegstreiber sind.
Solche Behauptungen liegen mir sehr fern, jedoch bin ich eben durch eine Diskussion mit Kollegen auf diese Gewissensfrage gekommen.
Es ist geht mir eher um die Frage im Allgemeinen, da gerade in der Altenpflege oft Biografiebezogen gearbeitet wird, und nicht alle Bewohner haben eine Blütenweise Weste.

Ich persönlich will gar nicht alles von dem Patienten oder Bewohner wissen, da ich dann gar nicht erst in Versuchung gerate den Bewohner ungerecht zu behandeln.
Es liegt nicht in meiner Aufgabe über jemanden zu richten. Jeder Patient / Bewohner sollte meines Erachtens gleich behandelt werden. Arme wie Reiche, Gute wie Böse.

Wie denkt ihr darüber?

Gewissensfrage.

Da ich  derzeit mit vielen Patienten aus dem Arabischen Raum zu tun habe, bei denen es sich auch oftmals um Ranghohe Militärs handelt, bin ich auf eine Gewissensfrage gestoßen.

Wie soll ich jemanden behandeln, wenn ich weiß er hat schlimme Schuld auf sich geladen?

Es geht mir nicht darum zu behaupten das diese Leute Mörder und Kriegstreiber sind.
Solche Behauptungen liegen mir sehr fern, jedoch bin ich eben durch eine Diskussion mit Kollegen auf diese Gewissensfrage gekommen.
Es ist geht mir eher um die Frage im Allgemeinen, da gerade in der Altenpflege oft Biografiebezogen gearbeitet wird, und nicht alle Bewohner haben eine Blütenweise Weste.

Ich persönlich will gar nicht alles von dem Patienten oder Bewohner wissen, da ich dann gar nicht erst in Versuchung gerate den Bewohner ungerecht zu behandeln.
Es liegt nicht in meiner Aufgabe über jemanden zu richten. Jeder Patient / Bewohner sollte meines Erachtens gleich behandelt werden. Arme wie Reiche, Gute wie Böse.

Wie denkt ihr darüber?

Montag, 27. August 2012

Pflegekraft oder Servicekraft?

Vor kurzem lies mich ein Erlebnis darüber nachdenken wie viele Serviceleistungen im Pflegeberuf stecken.

Eine Bewohnerin die eigentlich recht fit ist für ihr Alter, hat beschlossen sich ihr Abendessen aufs Zimmer bringen zu lassen, weil sie keine Lust hatte sich anzuziehen und in den Speisesaal zu gehen. Ich war so nett und habe ihre „Faulheit“ unterstützt und Ihr das Abendessen aufs Zimmer gebracht. Schließlich hat jeder mal so einen lustlosen Tag wo man sich zu nix aufraffen kann. Jedenfalls hat sie nach dem ich ihr das Essen gebracht hatte, noch 3-mal geklingelt um mir ihre Sonderwünsche mitzuteilen. (anderes Brot, anderer Belag, anderes Getränk) Ich wies sie freundlich darauf hin, das sie gerne vor in den Speisesaal ans Buffet gehen kann und sich dort nach ihren Wünschen bedienen kann, da es noch andere Bewohner gibt die mehr Pflege und Aufmerksamkeit benötigen. Sie wohnt schließlich in einem Pflegeheim und nicht in einem Hotel mit Zimmerservice. Daraufhin wurde ich als böser unfreundlicher Mensch bezeichnet, was ich mir überhaupt erlauben würde sie so zu behandeln, es wäre eine Frechheit. Sie bezahle so viel Geld für Ihren Aufenthalt, da erwarte sie auch einen entsprechenden Service.

Ich setze mich nun wirklich viel für die Bewohner ein, und mache auch oft mehr als eigentlich nötig ist für die Bewohner, auch wenn die Zeit knapp ist. Jedoch muss es auch Grenzen geben. Wir sind immer noch Pflegekräfte und kein reines Servicepersonal zur Unterstützung der "Faulheit" einiger weniger. Man muss dazu sagen das sich der Pflegestandart in den Letzten Jahren deutlich erhöht hat, weg von der reinen Funktionspflege hin zum Rundumservice für die Bewohner. Das finde ich auch gut so, denn wir arbeiten ja mit Menschen zusammen die bei uns Wohnen, und doch sollte der Schwerpunkt weiterhin auf der Pflege liegen. Die Zeit ist oft knapp aufgrund der schlechten Besetzung mit Personal. Da finde ich es als Pflegekraft sehr störend, wenn Bewohner klingeln, für Sachen die sie auch alleine tun könnten. 
Als Beispiele seien genannt: Gardine auf oder zu machen, das Radio / den Fernseher einschalten oder laut und leiser machen. Solche Kleinigkeiten halten auf und diese Zeit fehlt dann in der wirklichen Pflege.

Wie seht ihr das, gehört so ein „Hotel“ Service dazu, oder sollte man die Bewohner auch mal ein wenig „in den Hintern treten“ um ihre Eigenständigkeit zu fördern?

Pflegekraft oder Servicekraft?

Vor kurzem lies mich ein Erlebnis darüber nachdenken wie viele Serviceleistungen im Pflegeberuf stecken.

Eine Bewohnerin die eigentlich recht fit ist für ihr Alter, hat beschlossen sich ihr Abendessen aufs Zimmer bringen zu lassen, weil sie keine Lust hatte sich anzuziehen und in den Speisesaal zu gehen. Ich war so nett und habe ihre „Faulheit“ unterstützt und Ihr das Abendessen aufs Zimmer gebracht. Schließlich hat jeder mal so einen lustlosen Tag wo man sich zu nix aufraffen kann. Jedenfalls hat sie nach dem ich ihr das Essen gebracht hatte, noch 3-mal geklingelt um mir ihre Sonderwünsche mitzuteilen. (anderes Brot, anderer Belag, anderes Getränk) Ich wies sie freundlich darauf hin, das sie gerne vor in den Speisesaal ans Buffet gehen kann und sich dort nach ihren Wünschen bedienen kann, da es noch andere Bewohner gibt die mehr Pflege und Aufmerksamkeit benötigen. Sie wohnt schließlich in einem Pflegeheim und nicht in einem Hotel mit Zimmerservice. Daraufhin wurde ich als böser unfreundlicher Mensch bezeichnet, was ich mir überhaupt erlauben würde sie so zu behandeln, es wäre eine Frechheit. Sie bezahle so viel Geld für Ihren Aufenthalt, da erwarte sie auch einen entsprechenden Service.

Ich setze mich nun wirklich viel für die Bewohner ein, und mache auch oft mehr als eigentlich nötig ist für die Bewohner, auch wenn die Zeit knapp ist. Jedoch muss es auch Grenzen geben. Wir sind immer noch Pflegekräfte und kein reines Servicepersonal zur Unterstützung der "Faulheit" einiger weniger. Man muss dazu sagen das sich der Pflegestandart in den Letzten Jahren deutlich erhöht hat, weg von der reinen Funktionspflege hin zum Rundumservice für die Bewohner. Das finde ich auch gut so, denn wir arbeiten ja mit Menschen zusammen die bei uns Wohnen, und doch sollte der Schwerpunkt weiterhin auf der Pflege liegen. Die Zeit ist oft knapp aufgrund der schlechten Besetzung mit Personal. Da finde ich es als Pflegekraft sehr störend, wenn Bewohner klingeln, für Sachen die sie auch alleine tun könnten. 
Als Beispiele seien genannt: Gardine auf oder zu machen, das Radio / den Fernseher einschalten oder laut und leiser machen. Solche Kleinigkeiten halten auf und diese Zeit fehlt dann in der wirklichen Pflege.

Wie seht ihr das, gehört so ein „Hotel“ Service dazu, oder sollte man die Bewohner auch mal ein wenig „in den Hintern treten“ um ihre Eigenständigkeit zu fördern?